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Presse; Waiblinger Zeitung
Filigranarbeit bis zum letzten Baggerbiss
Jutta Pöschko, vom 01.03.2013 00:00 Uhr




Zwischen Bädertörle und Beinsteiner Tor entstehen zwei Mehrfamilienhäuser mit zwölf Wohnungen und einem Laden

Waiblingen. Die Baggerschaufel gräbt sich tief in das alte Haus. Schutt rieselt, doch die Mauer hält stand. Riesen-Holzteile legt die Schaufel frei und lädt sie auf den Lkw. Einmal am falschen Balken gezogen, und das ganze Gemäuer würde zusammenstürzen und das Nachbarhaus beschädigen: Am Beinsteiner Tor ist Filigranarbeit gefragt.

Eine besondere Visitenkarte waren die Häuser am Beinsteiner Tor nicht gerade. Nun soll der Stadteingang aufgewertet werden. Werner Fischer, Geschäftsführer der Fiwo Wohnungsbau, baut entlang der Stadtmauer zwischen Bädertörle und Beinsteiner Tor zwei Mehrfamilienhäuser mit zwölf Wohnungen und einem Laden. Gestern wurden die alten Gebäude abgerissen, nachdem sie zuvor schon im Inneren ausgeräumt, die Böden rausgerissen, die Dächer abgedeckt und die Scheiben entfernt worden waren.

Waren die Vorarbeiten noch eher Grobarbeiten, war beim Abbruch gestern das Fingerspitzengefühl des Baggerführers gefragt. In Millimeterarbeit wurde das alte Haus, das zentimeterdicht neben dem Nachbarhaus stand, abgerissen – bis es endgültig in die Knie ging. „Die Lage ist schwierig“, kommentierte Abbruchunternehmer Andreas Frey, der den Bagger selbst führte. 70 Zentimeter Abstand, zum Teil sogar übers Nachbarhaus hinausragend: „So nah geht es nicht immer zu.“ Im Laufe der Zeit war das Haus immer wieder umgebaut worden. Zeugnis früherer Zeiten: Der Deckel eines Plumpsklos, der auf dem Boden lag.
Am Ende bleibt nur noch Steinschutt übrig

Gegen Mittag füllte sich der Lkw mit den Balken. Holzbalken und Bretter, Steine und Draht, alles holte die Baggerschaufel sauber raus. Anschließend wurde es getrennt abgefahren. „Am Ende ist nur noch mineralischer Steinschutt übrig. Alles andere wird weiterverwertet“, so der Abbruchunternehmer. Turm-Carré heißt das Areal am Beinsteiner Torturm, das in der Altstadt einen Akzent setzen soll. „Mit der Neubebauung wird dieser Stadteingang von Waiblingen deutlich aufgewertet“, meint Patrik Henschel, Leiter des Stadtplanungsamts. Die Gebäude seien verschachtelt und in schlechtem Zustand gewesen, die Planung zwischen Rems und Stadtmauer eine knifflige Sache. Mit von der Partie bei der Planung war immer die Stadt: Am Waiblinger Stadteingang sei es der Verwaltung wichtig gewesen, auf die Fassadengestaltung Einfluss zu nehmen.

Lange Diskussionen mit dem Stadtplanungsamt und dem Denkmalamt bestätigt auch Werner Fischer. Nicht ganz einfach und entsprechend langwierig seien aufgrund der engen Lage auch die Verhandlungen mit den Anliegern gewesen. Im Juli war dann die Eingung mit allen Nachbarn geschafft. Das ging naturgemäß nicht ohne Kompromisse: So wird es Richtung Erleninsel keine Balkone geben, damit die Bewohner der beiden vorhandenen Häuser am Ufer nicht beeinträchtigt werden. Zur Rems hin bekommen die Häuser stattdessen Glasfronten, um so das Leben am Fluss trotzdem in die Wohnungen reinzuholen. Der Lage an der Rems und dem vorhandenen Untergrund ist auch die Pfahlbauweise geschuldet, mit der die Gebäude gebaut werden. Bis zu fünf Meter tief müsse man bohren, bis fester Untergrund kommt, so Fischer. Um das Areal zu sondieren, seien bereits zehn Probebohrungen gemacht worden.

Schön, historisch wertoll und deshalb besonders zu berücksichtigen war auch die Stadtmauer. „Die darf nicht angetastet werden“, erklärt Werner Fischer. Auch der Fußweg, beliebtes Ziel von flanierenden Pärchen und Stadtbesuchern, bleibt, wie er ist. Detail am Rande: An zwei Stellen ragen die neuen Häuser über die Mauer – auf Stützen, die auf der Stadtmauer enden. Nach Angaben Fischers war dies ein Wunsch des Denkmalamtes, wobei die Stützen rein optische Gründe haben, die Stadtmauer also an keiner Stelle tatsächlich belastet wird.

Zwei Jahre dauerte es, bis der Investor seine Pläne in trockenen Tüchern und die Baugenehmigung hatte. Gebaut werden soll schneller: Bereits im Sommer 2014, also in eineinhalb Jahren, sollen die ersten Bewohner ins Turm-Carré einziehen.

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